Erlebnisse im hohen Norden

Camping in Dänemark – Entspannung pur?

Camping in Dänemark - Medaillen-Abräumer

,,Die trinken alle Wein und feiern jeden Abend!“ 
Das glauben Sie nicht?…Das können Sie aber glauben. Hier lesen Sie einen kleinen Erfahrungsbericht zum Thema Camping in Dänemark.

Dänemark ist für seine vielen verschiedenen Facetten bekannt. Die Landschaft, das Land umschlossen von Meeren, eine entspannte Lebensweise und natürlich der im ganzen Land vorherrschenden Campingkultur.

Wie möchten Ihnen in diesem Artikel näher bringen, wie ein Wochenende auf einem Campingplatz in Dänemark aussehen kann.

Vor einiger Zeit steckten wir mitten in der Bauphase unseres Einfamilienhauses. Da wir diverse Arbeiten in Eigenleistung erbracht haben, waren die Wochenenden keine Wochenenden mehr, sondern harte Arbeitstage. Nach einiger Zeit machte sich allerdings eine gewisse Erschöpfung bemerkbar.


Wir entschlossen uns kurzer Hand für ein Wochenende in unser Nachbarland zu fahren und dort entweder in einem Zelt (auf Dänisch: telt) oder in einer kleinen Hütte für bis zu vier Personen unter zu kommen.

Wir packten unsere sieben Sachen und machten uns auf den Weg in den Norden.

Camping in Dänemark – Die Anreise

Nachdem wir die dänische Grenze passiert hatten, realisierten wir welche Bedeutung die Geschwindigkeitsbegrenzungen in diesem Land haben. Es geht langsam vorwärts, sehr langsam. Als deutscher ist man eine maximale Geschwindigkeit von 80 km/h auf der Landstraße und 130 km/h auf der Autobahn nicht unbedingt gewohnt.


Nur gut, dass Dänemark nicht wirklich groß ist und man relativ schnell an seinem Zielort ankommt. 

Und ehrlich gesagt, nach ein paar Tagen hat man sich daran gewöhnt und kann, wenn man sich darauf einlässt, die langsame Fahrweise als eine Art Entspannungsübung betrachten.

Wo wollen wir schlafen?

Auf dem Campingplatz angekommen wurden wir an der Rezeption freundlich gefragt wo wir nächtigen wollen. Ob Dänisch oder Englisch, die Dänen beherrschen meistens beide Sprachen. Viele sprechen sogar ein gebrochenes Deutsch.
Wir fragten wo wir unser Zelt aufstellen könnten. Die Antwort war ernüchternd: ,,Nirgends! Alles belegt!“ Das hätten wir nicht erwartet. Schließlich haben wir Mitte Mai und somit noch keine Hauptsaison.


Egal, der einzige freie Schlafplatz befand sich in einer kleinen Hütte, die modern aber auch typisch skandinavisch schlicht eingerichtet war. Vier Betten, ein kleiner Tisch, eine Garderobe und ein Mülleimer.


Strom war vorhanden, Wasser jedoch nicht. Zum waschen und duschen mussten wir ein paar Meter in das nächste Waschhaus gehen. Wie sich rausstellte sind wir auf einem 4-Sterne-Campingplatz gelandet auf dem es sogar eine runde Plattform gibt, die sich und den darauf befindlichen Wohnwagen immer in Richtung Sonne ausrichtet.

Der Wohnwagen lässt sich dort entweder ganz bequem mit einer entsprechenden Rangierhilfe oder ganz klassisch mit dem Pkw ,,einparken“. Unser erster Eindruck war sehr gut und wir freuten uns auf einen ruhigen Abend.

Wein, Weib und Gesang – Oder so ähnlich

Als wir Abends gemütlich vor unserer Hütte saßen und zu Abend aßen, hörten wir in einigen Metern Entfernung lautes Gelächter, Gesänge und Musik.
Ein ,,Auto-Klub“ hatte sich mit seinen knapp 50 Mitgliedern ebenfalls auf dem Campingplatz eingefunden um dessen 20-jähriges Jubiläum zu feiern.
Wer jemals bei einer dänischen Party anwesend war, weiß, dass es laut und feuchtfröhlich zugehen wird.

Nach dem Essen entschlossen wir uns einen ruhigen Abendspaziergang über den Platz zu machen. So ruhig war es jedoch gar nicht, denn vor jedem, wirklich vor jedem Zelt saßen Camper zusammen, grillten, unterhielten sich teilweise lautstark, lachten, spielten mit den Kindern und tranken Wein.
Niemand fühlte sich belästigt. Ganz im Gegenteil.

Eine große Musikbox wurde aufgebaut und die besten Oldies schallten über den Platz. Während sich so mancher deutsche Camper bereits mit stapfenden Schritten in Richtung Musikanlage begeben hätte, wurde dort jeder von der guten Laune angesteckt. Alles wirkte sehr harmonisch und entspannt.

Das war aber nicht nur an dem einen Abend so, sondern an jedem Abend den wir dort verbracht haben. Am meisten blieb uns der viele Wein und das allerorts nette Beisammensitzen in Erinnerung.
Die Tage vergingen sehr schnell und war trotz der vielen Campingplatzbesucher sehr entspannt. Stress scheint für die Dänen generell ein Fremdwort zu sein.

Am Ende des Urlaubs…

…fuhren wir sichtlich entspannt und voller Vorfreude auf den nächsten Dänemarkurlaub nach Hause. Natürlich wieder nur mit 80 km/h.
Die Dänen sind ein sehr nettes, entspanntes, familiäres Volk. Wir können nur jedem wärmstens ans Herz legen einen der unzähligen Campingplätze in Dänemark zu besuchen und eigene Erfahrungen zu sammeln.
Camping in Dänemark? – Ein Muss für jeden Campingfreund!

Viel Spaß dabei!


Aber natürlich gibt es auch in Deutschland tolle Campingplätze. Lesen Sie hier wo Sie Ihren nächsten Campingurlaub verbringen werden!

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